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Alles Wissenswerte auf einen Blick für die Beschäftigten

Pünktlich zum 1. Juli startet CareFlex Chemie, die erste tarifliche Pflegezusatzversicherung Deutschlands. Ein Meilenstein in der Chemie-Tarifpolitik. Wir beantworten die derzeit hierzu am häufigsten gestellten Fragen.

Bevor diese starten, müssen im Vorfeld umfangreiche Prozesse abgeschlossen sein. Dazu zählen beispielsweise, dass die Unternehmen notwendige Schnittstellen implementieren, ihre Belegschaften für CareFlex anmelden und rechtliche Fragen, etwa zum Datenschutz, klären müssen. Daraus resultierend, müssen die Betriebsparteien gegebenenfalls notwendige Rahmen- und Betriebsvereinbarungen anpassen oder neu abschließen.

Sobald die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter zu CareFlex Chemie angemeldet haben und die Rahmenbedingungen für die Beratung der Beschäftigten mit den Unternehmen geklärt sind, werden die Beschäftigten informiert. Alle mit hinterlegter, betrieblicher E-Mail-Adresse können, sofern gewünscht, dann eine Willkommens-E-Mail aus dem Beschäftigtenportal mit ihrer CareFlex-Beschäftigten-ID erhalten. Mit dieser kann sich der Beschäftigte im Portal registrieren, ein eigenes Profil anlegen und einen persönlichen Beratungstermin buchen.  Die Beschäftigten, bei denen keine betriebliche E-Mail hinterlegt ist, erhalten ihre Zugangsdaten für das Portal über den Arbeitgeber. Ab Anfang Juli kann der Beschäftigte hier auch seine Versicherungsbestätigung einsehen.

Aufgrund der Pandemie finden sämtliche Beratungstermine derzeit nur virtuell statt.

Alle Informationen dazu finden Sie in dieser Anleitung.

Insgesamt stehen ca. 1000  zertifizierten Pflegeberaterinnen und -berater CareFlex Chemie der IG BCE Bonusassekuranz sowie der beiden Konsorten für eine standardisierte Beratung zur Verfügung. Im Rahmen der Beratung wird der individuelle Bedarf der Beschäftigten und ihrer Familienangehörigen unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten ermittelt. Auf dieser Basis erstellen die Berater entsprechende Angebote.

Sofern Beschäftigte bereits eine private Pflegeversicherung abgeschlossen haben, empfehlen wir diese mit in die Beratung zu bringen und prüfen zu lassen.

Sollen Familienangehörige mit abgesichert werden, müssen diese beim Beratungstermin anwesend sein. Dies ist erforderlich, da die Abschlüsse digital ohne Unterschrift des Versicherungsnehmers erfolgen und die Gesundheitsprüfung gegenüber dem Berater wahrheitsgemäß und verbindlich beantwortet werden muss. Dies dient auch dem Schutz der Berater, da diese für die Beratung grundsätzlich selbst haften.

Zur Vorbereitung auf die Beratung können im Beschäftigtenportal unter der Rubrik „Informationen zu CareFlex Chemie“ zusätzliche Hinweise, wie zum Beispiel zu den gesetzlichen Pflegeleistungen oder die Gesundheitsprüfung, finden.

Grundsätzlich um die Analyse der Lebenssituation und der daraus resultierenden finanziellen Pflegelücke des*r Arbeitnehmer*in sowie der Familienangehörigen, die sich mitversichern wollen. Nach dem etwa einstündigen Gespräch kann jede*r ganz nach individuellem Bedarf für den Pflegefall vorsorgen.

Ja, aus mehreren Gründen. Zum einen unterscheiden sich die im Pflegefall finanziellen Eigenleistungen regional. Die vollstationäre Pflege in einer ausgewählten Mannheimer Unterkunft im Pflegegrad 1 kostet 2833,35 Euro monatlich, in Schifferstadt wäre exemplarisch ein Eigenanteil von 2498,12 Euro zu leisten (Quelle: AOK). Weiterhin ist zu klären, ob ein ambulanter Schutz ausreicht oder eine stationäre Risikoabsicherung sinnvoller ist – etwa für Singles oder weit von der Familie entfernt lebende Berufstätige.

1. Wichtig: Die verwendeten Browser sollten auf dem aktuellen Stand sein. Folgende Browser werden z. Zt. vom Portal unterstützt:

Mozilla Firefox, Google Chrome, Microsoft Edge, Apple Safari

2. Tablets, wie Apple iPad, Samsung Galaxy, Huawei MatePad, etc. oder jegliche Art von Smartphones können z.Zt. für die Video-Beratung mit dem Portal nicht genutzt werden. Für alle anderen Funktionen, wie zum Beispiel die Registrierung, Dokumente lesen und speichern, können Smartphone und Tablet genutzt werden.

3. Jedes System besitzt separate Freigabefunktionen für Videowiedergabe und Audio. Meistens hilft hier ein Blick in die jeweilige <<Systemsteuerung>> ihres Systems

4. Manchmal geht die Internet-Verbindung verloren oder man hat eine schlechte Verbindung. Dieses kann unterschiedliche Gründe haben. Die Häufigsten Ursachen haben wir auf Seite 2 zusammengefasst. Wir empfehlen die Verwendung eines LAN-Kabels. Dadurch erreicht man eine stabile und gute Verbindung.

5. Bitte prüfen Sie, ob eventuell eine Firewall in Ihrem Haus oder bei der Nutzung von betrieblichen Geräten für Störungen verantwortlich sein könnte.

6. Software-Updates steigern die Leistung der Software selbst, schließen aber oft auch Sicherheitslücken und minimieren Risiken. Deswegen sollten Sie darauf achten, dass alle erforderlichen Programme auf dem aktuellen Stand sind.

Hier finden Sie weitere Informationen: Technische Hinweise / Voraussetzungen für die Videoberatung

Ja! Alle Mitglieder, die sich beraten lassen (inklusive der Familienangehörigen, sofern sie Mitglied sind), erhalten von der IG-BCE-Bonusagentur einen Pflegeschutzbrief der deutschlandweit vertretenen Johanniter im Wert von 300 Euro. Der Betrag ist zum einen nutzbar zur freien Auswahl von Johanniter-Angeboten – also beispielsweise für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Fahrdienste, zum anderen für die Beratung vor Ort.

Neben der Barmenia und der R+V war die Deutsche Familienversicherung (DFV) zunächst Teil des Versicherungskonsortiums. Die DFV ist auf eigenem Wunsch ausgestiegen, weil die Anforderungen der Finanzaufsicht BaFin für die DFV als kleinen Versicherer zu einem hohen Finanzrisiko geführt hätten. Der Ausstieg hat keinerlei Auswirkungen auf die Versicherten, denn die R+V sowie die Barmenia sind finanzstarke und große Krankenversicherer.

Die erste tarifliche Pflegezusatzversicherung überhaupt ist ein Beweis der innovativen Chemie-Tarifpolitik. Das bedeutet, dass sie für Tarifarbeitnehmer*innen der chemischen und pharmazeutischen Industrie gilt. Die Arbeitgeber dieser Branche können zudem außertarifliche Mitarbeiter*innen und/oder leitende Angestellte zusätzlich versichern. Auszubildende sind mit Übernahme und dann ohne Wartezeit anspruchsberechtigt. Der Schutz gilt ebenfalls für Personen in Elternzeit, in einem Sabbatical und für Langzeitkranke. Wichtig ist, dass die Person zum Start am 1. Juli 2021 Entgelt oder Entgeltfortzahlung erhält und mindestens sechs Monate lang in einem Beschäftigungsverhältnis stand. Zusätzlich und privat versicherbar sind Ehe- und Lebenspartner, Kinder (ohne Altersbegrenzung) sowie Eltern, Schwiegereltern und Enkel. Generelle Ausnahmen: Pflegebedürftige und Personen, die einen Antrag auf Pflege stellten, sind nicht versicherbar.

Die Arbeitgeber melden die Beschäftigten zum Versicherungsbeginn am 1. Juli 2021 mit an und zahlen je nach Dauer der Elternzeit bis zu 12 Monaten die Beiträge, da die 12 Monate der tariflichen Privilegierung entsprechend  §4 Abs.2 des TV Pflege erst mit Beginn der Pflegezusatzversicherung zum 01.07.2021 beginnt. Wenn  eine Beschäftigte zum Beispiel am 01.11.2020 in Elternzeit gegangen ist, zahlt der Arbeitgeber bis 01.07.2022 die Beiträge, sofern die Elternzeit (ohne Teilzeit) entsprechend andauert.

Für die restliche Elternzeit können die Beschäftigten den Vertrag privat zum individuellen Beitrag fortführen oder ruhend stellen. Nach Rückkehr melden die Arbeitgeber die Elternzeitler wieder zum Gruppenvertrag an. Eine Wartezeit gibt es dann nicht.

Die Beschäftigten können die Verträge privat übernehmen und zu den Beiträgen des Einstiegsalters zum Gruppenvertrag fortsetzen.

Nur, was die privat abgeschlossenen Zusatzmodule betrifft. Hier ist alle 3 Jahre eine Beitragsdynamik von 5% vorgesehen. Ein Widerspruch ist möglich. Ab dem zweiten Widerspruch hintereinander erlischt die Dynamik.

Die Verträge sind täglich kündbar.

CareFlex Chemie sichert finanzielle Risiken in einem möglichen Pflegefall in erheblichem Maße ab. Dies entspricht dem Gedanken einer Risikoversicherung, vergleichbar mit der Kfz-Haftpflichtversicherung. Auch sie sichert mögliche finanzielle Risiken bei einem Unfall ab – erstattet unfallfreien Fahrer*innen aber ebenfalls kein Geld zurück.

Wichtig ist: Im Pflegefall sind jährliche Eigenleistungen von 24.816 Euro (Bundesdurchschnitt) zu erbringen, für die alle private Ersparnisse herhalten müssen. Diese hohe finanzielle Belastung mindert CareFlex immens.

Die tariflich vereinbarte Basisabsicherung für Beschäftigte mit einem Beitrag von 33,65 Euro pro Tarifmitarbeiter*in ist komplett Arbeitgeber-finanziert. Ein Beirat überprüft jährlich, ob die vereinbarten Beiträge und Leistungen anzupassen sind. Insoweit ist CareFlex jetzt Teil der Tarifpolitik.

Knapp 600 Pflegetarife sind auf dem Markt, die sich allesamt und teilweise erheblich von den Leistungen unterscheiden. Wichtig zu wissen: CareFlex ist das erste und bislang einzige Produkt, bei dem die ambulanten und stationären Leistungen je nach Pflegegrad UND Absicherungshöhe individuell auswählbar sind. Zudem entfällt in der Basisvariante die Gesundheitsprüfung (für Ehe-/Lebenspartner und Kinder: im Aktionszeitraum nur verkürzte Gesundheitsprüfung), so dass selbst Schwerbehinderte versicherbar sind. Zudem sind die Zusatzmodule täglich kündbar, ohne Wartezeiten und eine Beitragsbefreiung im Pflegefall (Pflegegrad 2 bis 5) vereinbart. Es gilt also, tatsächlich nicht nur den Preis, sondern auch die Leistungen im Detail zu vergleichen.

Solche Überträge sind, wie bei anderen Versicherungen auch, nicht möglich. Im Beratungsgespräch können Versicherte jedoch ihre vorhandenen Policen hinsichtlich Leistungen und Beiträge mit dem neuen Angebot vergleichen und bei Bedarf anpassen.

Die Antwort ist noch in der finalen Abstimmung der Tarifpartner.

Ja, es besteht ein Anspruch und der Arbeitgeber meldet sie an.

Nach Ablauf der Wartezeit von 6 Monaten, also zum 01.09.2021 besteht Anspruch.

Die Antworten auf Ihre Fragen waren nicht dabei? Die IG BCE hat ebenfalls einiges an Informationen zusammengestellt. Sie können sich auch gern an unsere Info-Hotline wenden.

Info-Hotline für Beschäftigte

Telefon: 0511 7631-893 (Call Center)
E-Mail: info@careflexchemie.de (Customer Service Center)
Service Zeiten: Wochentags Montag bis Freitag von 07:30 bis 18:00 Uhr

Wichtig zu wissen: Fragen zur individuellen Lebenssituation oder zur individuellen Absicherung sind nur im Beratungsgespräch möglich.